Grundschule München
Nadistraße 3
80809 München
Telefon: 089 - 357576- 21
Fax: 089 - 357576-31

Wir möchten alle Erstklässlerinnen und Erstklässler ganz herzlich an unserer Nadischule ... 

Das Kollegium der Nadischule freut sich auf ein spannendes, ereignisreiches und schönes ... 

Kooperation zwischen KITA, LMU und Grundschule

Schon seit mehreren Jahren arbeiteten die Grundschule im olympischen Dorf und die beiden Kindertagesstätten, das Haus für Kinder – Frieden Christi und das städtische Haus für Kinder in der Nadistraße, gut zusammen.

So wurden verschiedene gemeinsame Aktionen durchgeführt:

  • die Teilnahme am Bayerischen Musiktag
  • ein Faschingsumzug durch die Ladenstraße
  • Bastelaktionen
  • gemeinsames Singen
  • kleine Ausflüge zum Abenteuerspielplatz im Olympiapark
  • Besuch der Schmetterlingsausstellung im botanischen Garten
  • gegenseitige Hospitationen

Natürlich waren die zukünftigen Erstklässler auch zum Schnupper-Unterricht in der Schule.

Kernstück unserer Zusammenarbeit ist jedoch der sogenannte "Vorkurs Deutsch", in dem die Sprachentwicklung der Kinder im letzten Kindergartenjahr besonders gefördert werden soll.

Dazu besuchen die teilnehmenden Kinder - zusätzlich zur vorschulischen Arbeit im Kindergarten  - 3 Stunden pro Woche die Schule und lernen spielerisch mit einer Grundschullehrerin in der Kleingruppe.

Ab diesem Schuljahr gibt es einen weiteren Kooperationspartner in unserem gemeinsamen Bestreben um eine gute Sprachentwicklung der Kinder. Die Ludwig-Maximilians-Universität München betreut das Projekt "Frühe Literacy- und Sprachbildung", zusammen mit der SWM-Bildungsstiftung der Stadtwerke München. Die Zusammenarbeit kam durch Initiative von Herrn Dr. Sigel, am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik, zustande.

Was ist mit "Literacy" in der frühen Kindheit gemeint?

Im Wesentlichen geht es um die Entwicklung der eigenen Sprachkompetenz. Die Begegnung mit Büchern spielt dabei eine wichtige Rolle. Noch vor dem "Lesen- und Schreiben-Können" soll das Interesse der Kinder an der geschriebenen Sprache geweckt werden. Der Bildungsbereich Sprache und Literacy ist deshalb auch in den bayerischen Leitlinien für Bildung und Erziehung verankert und ein wichtiger Bestandteil der Förderung im Vorkurs Deutsch.

Wie wird das Projekt konkret umgesetzt?

Studierende der LMU arbeiten wöchentlich mit den teilnehmenden Kindern in Zweier – oder Dreiergruppen im letzten Kindergartenjahr - und im Jahr darauf in der 1. Klasse der Grundschule. Gefördert werden dabei das Sprechen, das Zuhören, das Erzählen und natürlich das Interesse an Kinderbüchern, aber auch selbstständiges Denken und Kreativität.

Durch standardisierte Beobachtungsverfahren werden die vorhandenen Kompetenzen der Kinder zu Projektbeginn erfasst. Individuelle Förderpläne werden in Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen erstellt und die weitere Entwicklung des Kindes wird intensiv beobachtet. Zu bestimmten Zeiten und natürlich auch am Ende des Projektes werden die Leistungen der Kinder nochmals überprüft. Die Ergebnisse einer Kontrollgruppe, die nicht am Projekt teilnimmt, dienen als Vergleichsmöglichkeit.
 
"Frühe Literacy- und Sprachbildung" will Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit der Kinder fördern, wie es aus der Projektbeschreibung der LMU hervor geht.

Gleichzeitig soll die Lehrerbildung durch den Praxisbezug neue Impulse erhalten. Die Universität schult und begleitet die Studierenden während des gesamten Vorhabens. Für die beteiligten Lehrerinnen, Erzieherinnen und Studentinnen gibt es gemeinsame Fortbildungen. Dieses Projekt wird in ganz München durchgeführt: 27 Studierende fördern 74 Münchner Kinder in elf verschiedenen Kitas.

Natürlich freuen wir uns sehr, dass wir im olympischen Dorf auch mit dabei sind! Denn der Grundstein für eine gute Sprachkompetenz wird bereits in der frühen Kindheit gelegt. Und schon jedes Kind soll die Erfahrung machen:

"Lesen ist ein großes Wunder" -  Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, österreichische Erzählerin und Novellistin, Aphorismen, 1893

Sabine Künneth
Grundschule München, Nadistraße 3